Clara Siehoff – same same, self construct


Uniformität und Individualität; metaphorisch dargestellt durch Hochhaus – Architektur. Von außen betrachtet regelmäßige, sich wiederholende Elemente, die sich zu einem großen Ganzen zusammensetzen. same same. Hinter Fassaden und Fenstern ein diverses Bild der Lebensrealitäten. self construct. Gerade Linien, drei – dimensionale Illusion, verformen.

Die Spring / Summer Kollektion „same same, self construct“ hat eine cleane und konstruierte Anmutung. Kennzeichnend sind eine gerade Linienführung, Asymmetrie, Farb – sowie Materialkontraste innerhalb der Kleidungsstücke und weite, überschnittene Formen, wodurch die Unisex – Schnittkonstruktion betont wird. Zudem wird eine Illusion von drei – dimensionalen Formen erzeugt, die Spannung aufbaut. Möglichkeiten wie das Verformen von Teilen betonen das Spiel mit der vertikalen Linienführung. 

Inspiriert ist „same same, self construct“ von den Themen Uniformität und Individualität, welche sich metaphorisch in der Hochhaus – Architektur und der urbanen Umgebung wiederfinden. Dort ergibt Uniformität oft geometrische Muster durch Wiederholung und Schichtung einzelner Elemente. Durch das Spielen mit Wiederholungen und Schichtung ergaben sich Entwürfe mit drei – dimensionalen Illusionen. Hauptsächlich bestehend aus H – Silhouetten und T – Silhouetten, beschreiben die weiten, gerade Formen das bildliche Inspirationsthema der Hochhaus – Architektur und passen gut zu einer geraden Linienführung von vertikalen, aber auch horizontalen Linien. 
Die Farbkarte orientiert sich an Abbildungen von brutalistischer Architektur und setzt durch ein helles Grün einen starken Akzent. In Verbindung mit Navy, Betongrau, Schwarz oder gebrochenem Weiß wirkt er frisch und hat einen zurück genommenen Color Blocking Effekt. Materialkontraste ergeben sich durch das Zusammenwirken von festeren und locker fallenden Materialien, wie beispielsweise Baumwollköper und Viskose – Stretch.

 

Mentor*in: Prof. Johannes Assig

Fotograf*in: Elena Otto

Models: Isabel Garbrecht, Chanel Liang, Samuel Sasida