Mensch Mode Raum

Modul: Kurzzeitentwurf


Ziel dieses Gemeinschaftsprojektes war es Mode und Raum nicht einzeln für sich,
sondern als Wechselspiel zu begreifen. Das Ergebnis, eine ca. 20 minütige Performance, konnten sich die Besucher der ?Langen Nacht der Museen am Abend des 12. Juni 2010 in den Räumlichkeiten der Stadtbibliothek um 21Uhr 30 und um 23 Uhr anschauen. Hier konnten sie erleben wie angehende ModedesignerInnen und InnenarchitektInnen sich von Begriffen wie raumauflösend, raumeinnehmend, überdimensional, Interaktion und Deformierung inspirieren ließen und dieses umsetzen.

Unter der Leitung von Frau Prof. Martina Glomb und Frau Prof. Suzanne
Koechert beschäftigten sich zwölf Studierende aus dem Hauptstudium mit
Fragen wie: Was ist Raum? Wie lässt er sich in Szene setzen? Wie lässt
sich Mode mit Raum verbinden? Und welche Rolle kann der Mensch dabei
spielen?

Ausschlaggebend für den Entwicklungsprozess waren die örtlichen  Gegebenheiten der Bibliotheksräume, die vor allem dazu einluden, eine kleine Geschichte zu erzählen und den Zuschauer für einige Minuten in eine andere Welt zu entführen. Während des Projekts experimentierten die Studierenden mit großen Stoffmengen und  Überdimensionalität im Raum und am Körper, sowie körperverfremdenden und deformierenden Formen, was die Grenzen zwischen Körper und Mensch, Mode und Raum immer mehr verschwimmen ließ.

Mit Hilfe von Licht, Projektion und Sound wurde eine besondere
Atmosphäre geschaffen, die bestimmte Stimmungen erzeugte und damit die
einzelnen Acts der Performance spannungsvoll untermalte. Die aus dieser intensiver Zusammenarbeit entstandenen Entwürfe zeigen Mode, als Träger von Ideen zum Thema Raum. Der Zuschauer entdeckte Mode, die sich im Raum ausbreitet, ihn für sich einnimmt, für einen Moment gestaltet und somit verändert. Aber auch Mode, die aus dem Raum heraus erst am Körper des Menschen entsteht, oder vom Körper weg in den Raum hinein dringt. Verschiedene raumschaffende Konstruktionen ermöglichten dies und verstärkten die Wirkungen zusätzlich durch das abstrakte Spiel mit Silhouetten, Licht und Schatten.


© Fotos: Milos Djuric www.milosdjuric.com